Wie ich zum Django kam - Ein Weihnachtsgeschenk an mich selbst

September 26, 2017

Die miDoggy Parade im September fragt, wie unsere Hunde zu uns kamen? Und dies nehmen wir nun mal als Anlass, Euch endlich mal die Geschichte zu erzählen wie ich zu meinem Django kam. Das ist auch meine erste Teilnahme an der miDoggy Parade. Und aller Anfang ist schwer - es kann ja nur leichter werden. 

 

Von meinem 13. Lebensjahr an lebte ich mit Katzen zusammen. Hin und wieder hatte ich  auch einen Pflegehund aus dem Tierheim Dorf Mecklenburg in dem ich damal ehrenamtlich arbeitete. Und dann sollte es irgendwann soweit sein das ich meinen eigenen Hund bekam. Beziehungsweise habe ich mir mit 16 Jahren einfach einen Hund geholt ohne die Zustimmung meiner Eltern zu haben. Und es kam wie es kommen musste. Mein Eltern sind ausgerastet und mein Vater meinte am Abend zu mir: "Der Hund ist morgen verschwunden...."  Ich bin am Morgen aufgewacht und er war tatsächlich nicht mehr da und mein Vater auch nicht. Irgendwann ging die Wohnungstür auf und mein Vater kam zusammen mit Apollo rein. Sie waren Gassi und Hundefutter kaufen und Apollo musste uns auch nicht mehr verlassen. Die Verantwortung zu übernehmen viel mir nicht schwer. Ich bin gerne früh morgens und sogar nachts aufgestanden. Als ich mit 18 ausgezogen bin und eine Ausbildung begonnen habe, ist Apollo samt meiner 2 Katzen natürlich mitgekommen. Erst als ich mit 20 hochschwanger war habe ich Apollo zu meinem Vater gegeben. Ich konnte ihn auch leider nicht mehr zurück holen, da die Unsicherheit aufgrund seiner Verhaltensstörung doch zu groß war. Die Angst um meinen Sohn war einfach zu groß. Aber auch bei meinem Vater hatte er es gut. 

 

Mir blieben ja wenigstens noch meine Katzen und die Besuche bei oder von meinem Vater. Als mein Sohn dann 7 Jahre alt war musste ich auch Abschied von meiner letzten Katze nehmen und seither lebte ich fast 10 Jahre ohne ein Tier.  

 

Immer hatte ich das Gefühl es fehlt etwas. Zum Ende 2016 waren die Umstände nun endlich so, dass ich dachte nun könnte ein Tier passen.  Doch was soll es werden? Hund oder Katze. Aufgrund meines Lebensstil entschied ich mich für einen Hund. Der kann uns dann immer bei unseren Ausflügen begleiten - eine Katze kann man ja doch nicht immer so einfach mitnehmen wenn man zum Beispiel wandern geht.

 

Also gut es wird ein Hund. Dabei hatte ich nun aber keine bestimmte Vorstellung was es für einer werden soll. Auf keinen Fall zu groß aber auch nicht zu klein. Bis zum Knie sollte er mir gehen, er kann auch aus dem Tierheim sein. Ich habe Tierheime in der Umgebung besucht, bin dabei aber nicht auf "DEN EINEN" getroffen. Dann fing ich an mich auch im Internet umzusehen. Bei Ebay-Kleinanzeigen gab es auch ganz viele tolle Hunde. Und da gab es unter anderem dieses Bild: (die anderen hab ich leider nicht gespeichert)

 

Und es war einfach Liebe auf den Ersten Klick - äääh Blick. Diesen kleinen frech guckenden schwarz-weiß-braunen den würde ich gerne haben. Nachdem ich mir dann aber die Anzeige durchgelesen habe kam die Ernüchterung. Man sollte doch bitte Haus und Garten haben. Ich hatte weder Haus noch Garten.  Na gut dachte ich, muss ich weiter schauen. Aber irgendwie gefiel mir kein anderer Hund so auf den ersten Blick wie der kleine Django. Dann sagte ich zu mir, wenn die Anzeige kommenden Dienstag noch drin ist, dann rufst Du einfach mal an. Uns so kam es dann auch. Doch dann die schlechte Nachricht. Da gab es bereits einen Interessenten, der sich das kleine Fellknäul am Donnerstag anschauen möchte. Ich war wirklich sehr niedergeschlagen und traurig. Ich einigte mich aber mit der Sabrina sollte der Interessant am Donnerstag beschließen ihm doch kein zu Hause geben zu wollen, meldet sie sich am Freitag. Und so kam es dann auch. Große Freude auf meiner Seite - denn irgendwie hatte ich das Gefühl das er der Richtige für mich ist und wir ein tolles Team werden. Sie erzählte mir noch am Telefon seine Geschichte. Django und sein Bruder sind auf der Insel Kreta  an einer Schnellstraße gefunden und der Verein Arche Noah Kreta e.V. hat sie dann aufgenommen und versorgt und sucht nun ein zu Hause für die Zwerge. Na wenn das mal nicht passt. Ich wollte doch am liebsten einem armen Tier aus dem Tierheim helfen und nun hatte ich die Chance einen Hund aus dem ausländischen Tierschutz zu helfen. 

 

Wir machten für Sonntag einen Besuchstermin aus und meine Freude war kaum zu verstecken. Und dann wurde mir bewusst. UUupppsss. Du hast Deinem Freund noch nichtsvon Deinem Plan erzählt und machst es wieder so wie damals als Teenie. Nun nahm ich mir also die Zeit und schrieb ihm eine Nachricht mit Bild von dem kleinen Kerl und das ich mir das Hundekind am Sonntag anschauen werde. Sonst ist so ein Feierabend am Freitag was tolles doch diesmal hatte ich Bammel nach Hause zu gehen. Mein Freund erklärt mich für verrückt. Aber so kam es nicht. Er hatte schon lange damit gerechnet das ich mir ein Tier holen möchte, dachte aber immer es wird eine Katze. Meine Aufregung und Vorfreude war kaum zu ertragen. Und der Sonntag konnte nicht schnell genug kommen. 

 

Als wir dann Sonntag endlich bei Sabrina angekommen waren, waren wir völlig überwältig. Man hätte meinen können wir sind umzingelt von Wölfen. Und dann kamen wir auf den Hof und stellten fest, das wir mit der Idee gar nicht so falsch lagen. Neben all den kleinen und großen Rackern die frei umherliefen gab es auch noch ein großes Freilaufgelände für bestimmt 8 Huskys. Aber wegen denen waren wir ja nicht da. Wir wollten uns ja den kleinen Django ansehen. Und klein war er in der Tat. Wir waren sehr überrascht wie klein er tatsächlich ist. Auf den Bildern wirkte er viiiieel größer. Mit uns waren auch noch andere Besucher da, die sich für seinen Bruder den Denzel interessierten. Es war so schön zuzusehen wie gut die Hunde hier alle miteinander klar kamen und auch die Katze wurde akzeptiert. Da hier so einige Hundewelpen aus dem Tierschutz umherliefen und auch andere Menschen da waren, war es gar nicht so einfach die Aufmerksamkeit von Django zu bekommen. So beobachteten wir ihn nur wie er mit all den anderen spielte und doch hin und wieder recht frech war um sich durchzusetzen - denn er war da wirklich der kleinste unter allen. Nach einiger Zeit fragte Sabrina uns, wie es denn ausschaut. Und ich WOLLTE ihn immer noch. Da aber auch noch die "Begutachtung" der zukünftigen Lebensumstände ausstand konnten wir den kleinen Mann noch nicht gleich mitnehmen. Aber auch nicht schlimm. So blieb mir dann noch bis Mittwoch Zeit  ein paar Einkäufe zu erledigen. Denn wir hatten ja noch nichts. Kein Futternapf, kein Körbchen und auch keine Leine. Um Leine, Geschirr und Körbchen brauchte ich mich erstmal nicht kümmern, da wollte Sabrina etwas mitbringen. Also musste ich nur noch warten und meine Vorfreude ertragen. 

Dann war es endlich Mittwoch und am Abend sollte klein Django dann gebracht werden. Kaum in Worte zu fassen wie unerträglich das Warten war und wie schön die Freude als er dann mit Sabrina die Wohnung betrat. Der kleine war ganz verunsichert - man kann es ihm ja auch nicht verübeln. War er doch erst vor einer Woche mit dem Flieger aus Kreta ins kalte Deutschland geflogen und nun mit dem Auto zu mir - seinem neuen zu Hause. Er war wirklich einfach goldig. Am liebsten war er auf dem Schoß von Sabrina´s Mama und da wurde dann auch erwähnt das er ein totaler Kuschelhund ist. Und das war und ist er in der Tat.

So habe ich mir kurz vor Weihnachten dann also meinen eigenen Herzenswunsch erfüllt. Und bin dankbar für jeden Tag mit ihm. Oft durften wir nun schon hören das wir wie füreinander gemacht sind. Danke Schicksal - Danke Sabrina für diesen tollen Hund. Das ist das was noch gefehlt hat. Und mit jedem Tag wachsen wir ein bisschen mehr zusammen. Ich freue mich sehr auf den weiteren gemeisamen Weg mit Dir mein Django. 

 

 

 

 

 

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